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Dayo kommt ins Spiel

Am Dienstag fuhren wir nach Larvik, um uns nach einem norwegisch Unterricht zu erkundigen, der dort besonders gut sein sollte.

Auch da in der Schule, liefen viele Afrikaner herum, aber Steffi hatte offensichtlich kein Interesse. Dann waren wir noch ein Wenig im Zentrum, aßen Eis und sahen dort einen Bus stehen. Aber es war nicht der Bus, es war der Fahrer, der unser Interesse weckte.

Ein Schwarzer so etwa 30 - 40 Jahre alt von der Statur etwas bullig untersetzt und ein ganz liebes Gesicht, nicht so düster drein schauend wie viele der Anderen, die wir gesehen hatten.

Ich machte jetzt den Vorschlag, dort mitzufahren um einmal einen Schwarzen etwas länger aus der Nähe zu betrachten. Wir stiegen in den Bus, obwohl wir nicht wussten, wo er hinfuhr.

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Als er abfuhr, waren wir die einzigen Fahrgäste. Wir saßen in der ersten Reihe und begannen uns recht offen auch über intime Sachen zu unterhalten, da wir der Meinung waren, wir werden sowieso nicht verstanden. Steffi sagte zu mir:

"Du Frank, das ist aber ein ganz lieber, wenn der mal mit mir ficken würde, ich glaube, dann hättest du Probleme."

Ich lachte:

"Also Steffi, wenn der dir seinen Schwanz in die Fotze stecken würde und ich dabei sein könnte, dann würde ich viele Probleme in kauf nehmen, aber der Gedanke führt ja zu nichts, du musst dich wohl doch mit den Filmen zufriedengeben."

Hin und wieder grinste der Fahrer etwas verschmitzt, aber sagte nicht. Steffi ließ nicht locker:

"Guck mal, wie süß der lächelt, ich glaube dem wäre ich sogar hörig. Der könnte mit mir machen was er will, sogar schwängern."

Ich musste wieder lachen, da ich merkte, wie Steffi der Gedanke aufgeilte. Unterwegs hielt er kurz auf freier Strecke und eine schwarze Frau gab ihm ein Paket rein. Als wir weiterfuhren, sagte er plötzlich:

"Meine Frau hat Essen gebracht."

Wir erstarrten:

"Sie sprechen Deutsch?" stieß ich entsetzt hervor.

"Ja, ich haben in Deutschland studiert, Maschinenbau, in Kiel."

Dann stoppte er wieder kurz bei einer schwarzen Frau, die mit zwei süßen Kindern aus einem Kindergarten kam und rief ihr etwas zu. Die Kinder winkten fröhlich zu ihm rüber. Dann sagte er wieder an uns gewandt:

"Meine Frau und meine Kinder"

Sichtlich verwirrt sagte Steffi:

"Aber vor kurzem, das war doch auch ihre Frau."

Er lächelte:

"Ist richtig, ich haben vier Frau und 7 Kind."

Ich fragte jetzt

"und die wohnen so dicht beieinander?"

Er lachte:

"wohnen alle in Haus, vorhin, alle zusammen, aber norwegisch Staat sagt, ich darf nur heiraten ein gang."

Ich war beruhigt, 7 Kinder und 4 Frauen, waren ihm sicher genug. Ich hoffte nur, das er nicht zu viel von unserem Gerede verstanden hatte. Jetzt lachte ich :

"Das ist aber bestimmt sehr anstrengend mit vier Frauen, was ist, wenn Sie mal mit einer schlafen wollen?"

"Schlafen in groß Bett, alle. Und ich nicht schlafen mit einer, ich schlafen mit alle,.. jeden Tag."

Jetzt sagte Steffi:

"Frank meinte nicht schlafen, Frank meinte damit Kinder machen."

"Ich auch meinen Kinder machen, vier Frau jeden Tag."

Wir sahen uns beide ungläubig an, aber der Fahrer sprach weiter, als wir an einem Krankenhaus angehalten hatten und er den Motor ausmachte.

 

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"So Pause, - ihr können ruhig du sagen, hier alle sagen du, immer. Ihr schon lange in Norwegen?" und drehte sich zu uns um. Da es jetzt eine richtig schöne Unterhaltung wurde, entspannte ich mich

"Seit gut ein halbes Jahr."

Er fing an zu essen und bot uns auch an, aber wir lehnten beide ab, da wir gegessen hatten.

"Und ihr suchen jetzt für schöne blonde Frau, Black Man zu bumsen?"

Er hatte offensichtlich alles verstanden, wie sollten wir jetzt reagieren? Ich fing vorsichtig an:

"Na, wie soll ich sagen, ist etwas peinlich jetzt, aber man redet soviel über Schwarze und das die besonders gut ausgestattet sind, aber das war nur Spaß."

Er lächelte wissend:

"aber nicht gehört wie Spaß, ich glauben ihr suchen wirklich."

"Steffi, also meine Frau würde gerne mal, aber" ich fasste mir Mut "aber das ist Fantasie, wo soll man denn einen finden?"

Er lachte wieder mit strahlend weißen Zähnen:

"Also schöne Frau ist Steffi, du Frank und ich heißen Dayo. Ihr gefunden, wenn ihr wirklich wollt, mir."

Puh, das ging ja jetzt auf einem Mal schneller, als wir beide dachten und Dayo schien dabei noch nicht einmal etwas zu finden. Er startete den Bus wieder und musste jetzt weiterfahren.

"Also ich Zeit haben , Freitag, Sonnabend. Wenn wollt ich kommen Freitag früh Abend, schreibt Adresse und Zeit, gebt mir."

Jetzt waren wir doch schockiert, so einfach hatten wir uns das nicht vorgestellt. Jetzt stiegen mehrere Jugendliche ein, also konnten wir nicht weiter reden. Ich tuschelte mit Steffi und Dayo sah uns zwischendurch immer wieder mit großen Augen und seinen strahlenden Zähnen an. Er wartete einfach ab, das spürte man. Wir merkten jetzt, dass wir dieselbe Strecke zurück fuhren und wohl gleich wieder im Zentrum waren. Da holte Steffi schnell ihren Kalender raus, riss eine Seite raus und schrieb unsere Adresse auf. Ich sah nur, wie Dayo verschmitzt lächelte. Und als wir ausstiegen, legte sie den Zettel auf seine Kasse.

Dayo sah rauf, steckte ihn schnell weg und sagte:

"Gut Kragerø, du wollen wirklich, ich freuen Freitag, du wirst haben gut zu bumsen, schöne Steffi."

 

Für ihn wahr das alles wohl ganz normal, er fuhr mit dem Bus weiter und zwei Mädchen, die im Bus waren, sahen uns neugierig an und kicherten. Jetzt haben wir erfahren, das auch einige Schüler hier Deutsch lernen, peinlich. Im Auto saßen wir dann eine Weile sehr schweigsam nebeneinander. Dann fing Steffi an:

"Du, was meinst du, ob dieser Dayo es wirklich ernst meint oder ist das nur ein Veralbern?"

Es dauerte, bis ich antwortete:

"Also ich glaube, er hat es ernst gemeint, wir werden es ja am Freitag sehen."

Dann Steffi:

"bis Freitag ist lange, wir haben Dienstag, aber wenn er wirklich kommt, soll ich dann mit ihm ficken?"

Eigentlich glaubte ich ja nicht, das er kommen würde aber, um meiner Frau zu imponieren, sagte ich:

"Aber Steffi, deswegen haben wir doch das ganze angefangen und irgendwie erinnert der mich an eine Mohrenpuppe, die ich als kleines Kind hatte."

 

Steffi lächelte eine Weil vor sich hin.

"Ja, niedlich ist er wirklich, so ein richtiger Sarottimohr, wie von der Schokolade. Ob der wirklich vier Frauen hat?"

"Ich glaube schon, das hab ich schon öfter gehört, das die nicht verstehen können, das sie in Europa nur mit einer verheiratet sein dürfen."

Dann war wieder lange Pause, bis Steffi dann sagte:

"warum ist er dann bereit zu uns zu kommen, ist er mit den vieren nicht ausgelastet?"

"Na, danach können wir ihn ja fragen, dann haben wir gleich ein Gesprächsthema."

Dann schwiegen wir wieder, bis wir zu Hause waren. Heute war Dienstag und wir hatten vergessen, das Marcus abends vorbeikommen wollte. Kaum waren wir zu Hause, da klingelte es und Marcus stand gutgelaunt vor der Tür: "na ihr beiden, seid ihr bereit für einen schönen Abend?"

Steffi begrüßte ihn mit einem Küsschen, aber bei weitem nicht so euphorisch wie sonst.

"Du Marcus, es tut mir wirklich leid, aber ich hab meine Tage bekommen und vergessen, dich anzurufen. Wir müssen das wohl auf später verschieben."

Etwas enttäuscht sagte Marcus:

"na, lässt sich wohl nicht ändern, aber Freitag fahr ich nach Deutschland. Ich muss endlich meine alte Wohnung auflösen und renovieren, da hab ich 4 Wochen für eingeplant. Dann müssen wir es auf danach verschieben."

 

Ich merkte, dass Steffi sichtlich erleichtert war. Offensichtlich hatte sie dem Schwarzen gegenüber, schon jetzt ein schlechtes Gewissen, obwohl wir ihn noch gar nicht kennengelernt haben und ja wohl auch nie kennenlernen werden. Wir gingen mit Marcus noch Essen und dann verabschiedeten wir ihn wieder. Die restliche Woche hatten wir fast nur zum Thema: wird der Schwarze kommen oder nicht. Von Steffi hörte ich immer wieder Sachen wie:

"Der sah so lieb aus oder ... der könnte wirklich mit mir machen was er will........ dem würde ich auch sieben Kinder schenken ... und solche Sachen, die mich tierisch nervten."

Steffi wurde um so nervöser, je näher der Freitag rückte.

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